Novelle zum UG 2002 - der Gegen-Entwurf der SPÖ

Antrag | Begründung

Zitat SP Wissenschaftssprecher Josef Broukal: "Ich sage seit Monaten das Gleiche: Minister Hahns Pläne für ein neues Universitätsgesetz haben mit dem Regierungsabkommen nichts zu tun. Ich habe mich daher entschlossen, einen eigenen Entwurf der SPÖ in die politische und fachliche Diskussion um die universitäre Weiterentwicklung einzubringen. Der SPÖ-Entwurf bildet das Regierungsprogramm vollständig ab. Er bringt den Unis die notwendigen steigenden Einnahmen, den Studierenden bessere Studienverhältnisse, den jungen WissenschafterInnen berufliche Sicherheit bei Bewährung und dem vom UG 2002 abgestraften ‚Mittelbau‘ Genugtuung. Im Gegensatz zum Entwurf von Hahn kommt der SPÖ-Entwurf ohne neue Zugangshürden aus."

Eigentlich waren die Eckpunkte einer UG Reform schon im Regierungsabkommen (siehe http://www.austria.gv.at/DocView.axd?CobId=19542; S. 97–102) ausverhandelt. Nach dem ersten Schock über die verlorene NR Wahl 2006 begann in der ÖVP allerdings eine Art Neubwertung und der von BM Hahn in Begutachtung geschickte UG Entwurf (http://www.bmwf.gv.at/submenue/neuigkeiten/ug_novelle_2002/) entsprach in wichtigen Teilen nicht der Vereinbarung der beiden Regierungsparteien. Daher hat NR Josef Broukal Mag. Dr. Franz Leidenmühler von der Uni Linz gebeten, einen Gegenentwurf zu erarbeiten, der die Intentionen des Regierungsabkommens abbildet. Die wesentlichen Inhalte sind:

Sollte die Koalitionsregierung bis Ende des heurigen Jahres fortbestehen, dann werden eine aus dem Begutachtungsverfahren entwickelte Regierungsvorlage (zu welcher die SPÖ in der Bundesregierung ihre Zustimmung geben muss) und dieser Entwurf gemeinsam mit bereits vorliegenden Anträgen der anderen Parlamentsparteien im Wissenschaftsausschuss beraten. Damit daraus ein Gesetzesbeschluss des Nationalrates werden kann, braucht es in einer Koalition die Stimmen beider Partner. Die Alternative wäre, dass das UG 02 so bleibt wie es ist. Je größer die Unterstützung vor allem aus den Universitäten heraus ist, desto eher wird es gelingen, ausreichende Finanzierung, gute Studienbedingungen, Partizipation der Beteiligten und Arbeitsverhältnisse mit Zukunftsperspektiven für junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter im neuen Gesetz zu verankern.

NR DDr.Erwin Niederwieser
Bildungssprecher der SPÖ
erwin.niederwieser@spoe.at

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