Broukal fordert 35 Mio. für FWF und 65 Mio. für die Universitäten
Broukal und Grünewald präsentieren 100-Millionen-Sofortmaßnahme-Paket
für Unis und FWF
(10. September 2003) Als Sofortmaßnahme sollen den Universitäten
und dem Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Forschung (FWF)
noch heuer 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden, so die
Forderung von SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal und dem Wissenschaftssprecher
der Grünen, Kurt Grünewald.
Entschließungsantrag wird am 24. September eingebracht
Wie Broukal am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Grünewald
präzisierte, sollen 35 Millionen dem FWF zukommen - 25 Millionen
zur Aufrechterhaltung des Forschungsbetriebes und zehn Millionen für
Ersatzinvestitionen. 65 Millionen sollen die Unis bekommen, ein Drittel
davon als Sockelbetrag und zwei Drittel aufgeschlüsselt nach HörerInnenzahlen.
Zur Finanzierung hielt Broukal fest, dass laut vorläufigem Gebarungserfolg
das Budgetdefizit für 2002 um 1,8 Mrd. Euro geringer sei. Es gebe
also genug Spielraum zur Finanzierung der 100 Millionen. Für die
genannte Summe habe man im übrigen "das Okay" von der Rektorenkonferenz,
den Vorsitzenden der Rektorenkonferenz und dem FWF. SPÖ und Grüne
werden am 24. September einen entsprechenden
Entschließungsantrag im Nationalrat einbringen.
Der SPÖ-Wissenschaftssprecher betonte, dass es eine "merkwürdige
Welt" sei, in der die Bildungsministerin davon spricht, dass bei
den Unis alles "in Butter" sei, während die 19 Rektoren
behaupten, nicht zurecht zu kommen. Er, Broukal, habe über den Sommer
Recherchen angestellt und in zahlreichen Gesprächen mit Rektoren,
Beamten und anderen festgestellt, dass die bereits vor dem Sommer aufgestellte
Forderung nach 100 Millionen Soforthilfe "mehr als berechtigt"
sei. Es sei unverständlich, warum für die Zukunft so wichtige
Institutionen einem solchen Härtetest ausgesetzt werden.
Enquete für Herbst geplant
"Warum wird, noch dazu in Zeiten der Umsetzung des Universitätsorganisationsgesetzes,
ein Jahr der Schmerzen und Einschränkungen verhängt?",
so Broukal, der für einen gleitenden Weg der Finanzierung plädiert.
Die 100 Millionen seien auf jeden Fall nur eine "Notaktion",
von einem "Meilenstein" könne man nicht sprechen.
Wie der SPÖ-Wissenschaftssprecher erklärte, gehe es bei dieser
Initiative nicht um Parteipolitik. "Leider haben wir die Kolleginnen
Brinek und Bleckmann nicht zu einem Runden Tisch überreden können",
so Broukal, der bedauerte, dass es nicht zu einer "Koalition der
Vernünftigen" gekommen sei. Für den Herbst versuche man,
bei einer Enquete alle Parteien zusammenzubringen.
Aussagen der 19 Rektoren sind glaubwürdiger als die der Regierung
Broukal und Grünewald ließen keinen Zweifel daran, dass die
Aussagen der 19 Rektoren für sie glaubwürdiger sind, als die
der Regierung. Sogar der Physiker und Vorstand des Instituts für
Experimentalphysik der Uni Wien, der noch vor einem halben Jahr einen
Wahlaufruf für Schüssel gestartet hat, wende sich nun mit einem
Hilferuf an die Öffentlichkeit. "Warum sollten 19 Rektoren Dinge
behaupten, die nicht stimmen und sich so zu Clowns machen? Es ist wohl
extrem unwahrscheinlich, dass es hier eine linke Verschwörung gibt,
die aus Protest behauptet, keine Kugelschreiber zu haben, um damit das
System zu kippen."
Entschließungsantrag
betreffend 100 Millionen Euro als Sofortmaßnahme für die Universitäten
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