Uni-Reform: Niederwieser größtenteils zufrieden mit VfGH-Entscheidung
(23. Jänner 2004) - Größtenteils zufrieden zeigt sich
SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser mit der Entscheidung des
Verfassungsgerichtshofes (VfGH) zur Universitätsreform. Es sei zu
begrüßen, dass die ab 2007 geplanten Leistungsvereinbarungen
vom VfGH aufgehoben wurden.
Weg zur Privatisierung der Universitäten ist gestoppt
Der Weg zur Privatisierung der Universitäten sei gestoppt worden.
Universitäten anzubieten, sei Aufgabe des Staates und könne
nicht ausgegliedert werden. Wie Niederwieser betonte, könnten die
Unis nun von einer gesicherten Finanzierung ausgehen. "Dies ist ein
wichtiger Erfolg, der hochschulpolitisch langfristig wirken wird."
Viel Spielraum bei Ausgestaltung des Universitätsrats
Die Argumente des VfGH zum Universitätsrat könne er, Niederwieser,
nicht nachvollziehen. Dass der Gesetzgeber 1993 mit dem Universitätsrat
dasselbe gemeint hat wie 2002 stimme nicht, "dies kann ich als damaliger
Verhandler bestätigen und das weiß der VfGH auch selbst".
Die Möglichkeit, dass der Universitätsrat künftig ohne
Zwei-Drittel-Mehrheit zu einem neuen Gremium umgebaut werden kann, lasse
sehr viel an Veränderung zu. Der VfGH gebe dafür "grünes
Licht", so Niederwieser, der betonte, dass sich die SPÖ dafür
einsetzen werde, dass nicht nur Mitglieder des Unterstützungskomitees
für Wolfgang Schüssel vertreten sein werden, sondern die Kompetenzen
zwischen Senat und Rat zu einer echten Autonomie umgestaltet werden und
echte Mitbestimmung möglich wird.
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